IVGM_komplett_2004 - Page 1 - Investitionsgütermarketing, Semester, Komplett, 2004 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. Globalisierung und Wettbewerb Information als strategischer Erfolgsfaktor im Wettbewerb Einführung in das Marketing für Investitionsgüter Entscheidungstheoretische Grundlagen Ansätze zur Klassifizierung industrieller Geschäftsarten /-typen Informationsökonomische Grundlagen Produktgeschäft Anlagengeschäft Systemgeschäft Zuliefergeschäft / Key Account Geschäft Industrielle Dienstleistungen Kundenbeteiligung Kundenbindungsmanagement E-Business auf industriellen Märkten Investitionsgütermarketing Prof. Dr. Dieta Simon 1. Globalisierung und Wettbewerb Bedeutung für Investionsgütermärkte Prof. Dr. Dieta Simon 1. Globalisierung und Wettbewerb 1 Strukturveränderungen zur Globalisierung Marktfusionen Diversifikation Rationalisierungsfusion Sanierungsfusion Globalisierungsfusion Marktfusion Nationale Zusammenschlüsse kleiner Unternehmen Horizontale Risikostreuung und Erweiterung der Anwendungsbereiche Senkung der Kosten, vor allem Gemeinkosten Zusammenschlüsse zur Sanierung, Konjunkturkrise Anfang der 80er Jahre Europäisierung und Globalisierung Europäischer Binnenmarkt und neue Wirtschaftsräume im Osten. Keine Zeit für Aufbau eigener Fertigungs- oder Vertriebsorganisationen Prof. Dr. Dieta Simon 1. Globalisierung und Wettbewerb 2 Bedeutende Branchen weltweit 1950: Montanindustrie (Bergbau, Eisen- und Stahl); Rohstoffe; Chemie (nicht verarbeitend) 2000: Maschinenbau, Automobil, Mikroelektronik/Elektrotechnik, Informations- und Kommunikationstechnologien, Medien (TIME – Industrien) Bio- / Gentechnologie Prof. Dr. Dieta Simon 1. Globalisierung und Wettbewerb 3 Beispiel: Konzentrationsprozeß in der Automobilindustrie Merkmale der Branchenstruktur 1999/2000 • • • • • • Weltweit ca. 20 Millionen Überkapazitäten pro Jahr Durchschnittliche Umsatzrendite liegt unter 3 % ( VW – angestrebt: 6,5%) Nur 5 – 6 Hersteller werden Konzentrationsprozeß überleben In USA und EU drohen Absatzrückgänge Investitionen in Zukunftstechnologien überfordern kleine Anbieter Als ökonomische Mindestgröße gilt Produktionsvolumen von 1,5 Mio. Jahresproduktion (Porsche: ca: 38000, VW: 4,4 Mio., DCX: 4,0 Mio.) • Trend zur Plattformstrategie: Verwendung einer kleinen Anzahl weitgehend identischer Fahrwerks- und Antriebseinheiten für eine möglichst große Zahl von Karosserievarianten; Bsp.: A-Plattform VW für 1,2 Mio. Fahrzeuge (Audi TT, New Beatle, Skoda Oktavia, Seat Toledo, VW Bora, Golf, Audi A3) • Gleichteile und Plattformstrategien = Haupteffizienzkriterium für Autoproduktion • Steigende Entwicklungskosten eines neuen PKW (ca. 3 Mrd. Euro, Entwicklung eines neuen Motors für Nutzfahrzeuge = ¼ Mrd. Euro) Prof. Dr. Dieta Simon 1. Globalisierung und Wettbewerb 4 • Steigende Kooperationen zur Produkt- und Komponentenentwicklung (neue Motoren mit Benzindirekteinspritzung) • Strengere Abgasbestimmungen verschärfen Innovationsdruck für Entwicklung neuer Antriebstechnologien; (DCX: Investitionen in F&E in drei Jahren 55 Mrd. Euro) • Differenzierungsmöglichkeiten nur durch neue Technologien: Abstandsradar, Satelittennavigation, Airbagtechnologien u.a. • Kundenerwartungen an Komfort, Sicherheit und Leistung steigen, die Preisbereitschaft nimmt ab • Kosten für Verkaufsfördermaßnahmen in den letzten 5 Jahren auf 4-7 % der Herstellkosten gestiegen • Rabatte steigen auf 10% vom Kaufpreis Prof. Dr. Dieta Simon 1. Globalisierung und Wettbewerb 5 Erfolgsmerkmale: • • • • Großes Volumen Umfassendes Modellangebot Innovative Technologien Globale Präsenz in Produktion und Vertrieb ♦ Ausrichten an globalen Bedürfnissen ♦ Umgehen von Importzöllen und Einfuhrkontingenten ♦ Minderung regionaler Abhängigkeit im zyklischen Autogeschäft ♦ Wachstum begrenzt: jährlich ca. 1,5 – 1,7% USA und EU bei durchschnittlichen Produktionssteigerungen von 12 – 13 % jährlich Prof. Dr. Dieta Simon 1. Globalisierung und Wettbewerb 6 Auswirkungen auf IVG - Marketing • • • • Wettbewerbsintensität steigt Internationalisierung der Geschäfte Innovationsdruck - Technologieerneuerung Strategische Kooperationen - F&E - Beschaffung - Kunden - Vertrieb • Bedeutung von Schlüsselkunden • Electronic Business • Strategisches Informations- und Wissensmanagement Prof. Dr. Dieta Simon 1. Globalisierung und Wettbewerb 7 Autokonzerne: Gründung des elektronischen Marktplatzes Covisint • DCX, Ford, GM + Nissan + Renault • Integration aller Zulieferer + Branchenkonkurrenten • Weltstandard schaffen • Preistransparenz • Kostensenkungen: bis ca. 2000 Euro pro Auto • Konzentrationsdruck d. Zulieferer steigt • Integrierte Produktentwicklung • Auftragsfertigung • Zeit- und Innovationsvorteile Prof. Dr. Dieta Simon 1. Globalisierung und Wettbewerb 8 2. Information als strategischer Wettbewerbsfaktor im Business-to-Business-Marketing Prof. Dr. Dieta Simon 2. Information als strategischer Wettbewerbsfaktor 1
IVGM_komplett_2004 - Page 1
IVGM_komplett_2004 - Page 2
wobook